unsere Schwerpunkte

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Vom Schaf zur Wolle

Die heimische Schafwolle ist oft ein Abfallprodukt, da die Schur des Schafes oft mehr kostet, als der Erlös aus dem Verkauf der Wolle bringt. So freuen wir uns, dass wir im Kultur- und Handwerkshaus die Rohwolle, die wir von Kärntner Bauern gratis bekommen, von Hand weiter-verarbeiten können. 

Die Rohwolle wird ganz sanft mit ein bisschen Waschpulver heiß gewaschen, dadurch wird das Wollfett heraus gelöst. Im nächsten Schritt wird die Wolle kadiert, dabei wird sie mit einem Gerät mit Walzen und vielen Zähnen, einer Art grober Hundebürste, weich und flauschig gemacht. Was zuerst verklebt ist, wird dann ein schönes, einheitliches Wollflies. Erst durch diesen Vorgang kann die Wolle gesponnen werden.

Vom Flachs zum Leinen

Bereits Mahatma Gandhi erkannte, dass das Spinnen etwas therapeutisches hat. Gandhi rief die Bevölkerung damals dazu auf, eigene Gewebe herzustellen, um von der englischen Textilindustrie unabhängig zu werden. Er sagte, jeder Mensch solle für sein wirtschaftliches Wohlergehen und seine seelische Gesundheit spinnen.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Spinnrädern. Fast auf jedem Kärntner Bauernhof findet man noch irgendwo ein altes Flachsspinnrad. Alle Spinnräder haben ein Schwung-rad, einen Spinnwirtel und eine Spule. Der Spinnwirtel ist auf der Spule angebracht und dreht sich sehr schnell. Er wird von dem Rad bewegt, und das wird von den Pedalen angetrieben. Spule und Wirtel müssen sich in unter-schiedlichem Tempo drehen, damit sich das gesponnene Garn auch auf der Spule aufwickelt. Eine Technik, die in dieser Form auf eine Erfindung Leonardo da Vincis zurück geht.

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