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Scharfe Sensen und "g´mahte (Blumen-)Wiesen“ - Sensenmäh-Intensiv-Kurs des Kultur- und Handwerkshauses in Ferlacher Hausgärten 

Eine engagierte Runde von FreundInnen naturnaher Blumenwiesen hat sich übers Wochenende 9. & 10.7.2022 - kompetent betreut von Dl Thomas Huber - der Kulturtechnik des Mähens mit der Sense angenähert. "Wie können wir die abgeblühten Wiesenstreifen in in unseren Hausgärten fachgerecht und rückenschonend mähen?“ war die Ausgangsfrage für den ausgebuchten Workshop des Kultur- und Handwerkshauses / Hiša kulture in ročnega dela Ferlach/Borovlje.

 

Ausgehend von einem Überblick zur jahrtausendealten Kulturgeschichte der Sense lernten die TeilnehmerInnen unterm imposanten Lindenbaum der Familie Egger verschiedene Sensenarten und deren Einsatzgebiete kennen. Nach dem individuellen Anpassen der Sensenwürfe auf Körpergröße und -proportionen und der Auswahl der Sensenblätter starteten rasch die Übungen zu den Bewegungsabläufen des Mähens mit der Sense. Der Obstgarten mit Panoramablick auf Sechter, Ferlacher Horn und Singerberg bot bei milden Temperaturen den Rahmen für erste Mähversuche.

 

In der Abendsonne folgte am Tennenvorplatz ein Überblick zu verschieden Methoden des „Dengelns“, dem Schärfen der Sensenschneide durch Kalt-Schmieden. Neben der in Kärnten traditionell verbreiteten Art (schmaler Amboss, breiter Hammer) konnte auch die oberösterreichisch/steirische Art (quadratischer Amboss, schmaler Hammerkopf) sowie moderne Weiterentwicklungen der Dengelvorrichtungen ausprobiert werden. Der Abend klang mit persischen Köstlichkeiten und kühlen Getränken in der Laube aus.

 

Der zweite Kursteil startete im Hausgarten von Teilnehmenden Sonntag früh bereits um 5:30 Uhr. Der Morgentau sorgte für optimale Mähbedingungen. Nach der Stärkung mit einem ersten Espresso konnten verschiedene Mähsituationen im Garten praktisch erkundet werden: Obstbäume, Zaunsockel und Böschungen lieferten vielseitige Herausforderungen beim Anwenden des bereits Gelernten.

 

Ein herzhaftes Frühstück mit Bauernbrot und Aufstrichen aus der Region bot nach getaner Arbeit Gelegenheit zum Austausch über die gemachten Erfahrungen im Kurs, aktuelle Interessen und nächste Projekte in den Hausgärten und Obstbaumbeständen der TeilnehmerInnen. Das Team des Kultur- und Handwerkshauses hat bereits erste Anfragen für weitere Intensiv-Mähworkshops erhalten. Weitere Durchgänge im Spätsommer 2022 bzw. nächstes Jahr sind geplant.

 

Text & Fotos: Mag. Stefan Wiltschnig

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Ferlacher Bildungsteam beim „Greenskills-Symposium“  


Im Rahmen des „Greenskills Symposiums“  an der Universität für Bodenkultur Wien traf sich am 19.3. auf Einladung von Stefan Wiltschnig eine interdisziplinäre Gruppe interessierter FerlacherInnen im Atelier des "Kultur- und Handwerkshaus - Hiša kulture in ročnega dela“ um das Thema „Zukunftsfähige Lebensräume gemeinsam Gestalten“ zu bearbeiten.

Am Vormittag gab es die Gelegenheit zum gemeinsamen Livestreaming der drei Keynote-Vorträge "Regionen nach innen entwickeln ist das Gebot der Stunde“ von Gernot Stöglehner (Leiter des Departments für Raum, Landschaft und Infrastruktur der Universität für Bodenkultur Wien), "Zukunftsregionen brauchen Beteiligung“ von Kriemhild Büchel-Kapeller (Büro für Freiwilliges Engagement des Landes Vorarlberg) sowie "Von den großen Visionen zum lokalen Gestalten“ von Günther Humer (Oberösterreichische Zukunftsakademie).

Am Nachmittag wurde in Kooperation mit der „Dorfuni-Initiative“ ein Workshop durchgeführt bei dem Impulse und Projektideen zum Themenkreis für Ferlach und die Carnica Region Rosental besprochen wurden. Am späten Nachmittag gab es einen abschließenden virtuellen Austausch mit zehn weiteren "lokalen Bildungsteams“ in Österreich, Deutschland und Finnland sowie den TeilnehmerInnen im Veranstaltungsraum an der BOKU. Wir freuen uns auf weitere Anknüpfungspunkte mit bestehenden und neuen Initiativen insb. aus dem Umfeld des E5-Teams sowie den bereits geplanten KLAR!- und KEM-Projekten. 

Rückfragen & Infos:

Mag. Stefan Wiltschnig, +43 660 74 74 794, stefan@wiltschnig.com

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Altes Handwerk neu entdeckt: Das Spinnen

Im Kultur- und Handwerkshaus in Ferlach gibt es eine eigene Spinnstube. Hier treffen sich jeden Freitag Spinnbegeisterte. Leiterin Susanne Aigner beschäftigt sich bereits seit 15 Jahren mit dem alten Handwerk und nennt es – wie Mahatma Gandhi – eine Therapie.

24. Oktober 2020

www.kaernten.orf.at

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Leinen aus Flachs

Drei engagierte Frauen haben im Garten des Kultur- und Handwerkshauses ein Flachs-Versuchsbeet angelegt. Sie wollen Flachs anbauen und die alte Handwerkskunst des Leinenwegebens aus dem Dornröschenschlaf erwecken.

Bäuerinnen, die ihr altes Wissen über diese Kunst weitergeben möchten, werden gesucht.

4. August 2020

Kronen Zeitung